Gesichter Tibets
23. August - 3. September 2006
Zwei Ausstellungen aus Anlass
der Internationalen Tibetologen-Konferenz in Königswinter
"The 11th Seminar of the
International Association for Tibetan Studies"
Organisation:
Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Universität Bonn
m Siebengebirgsmuseum:
Moderne Kunst vom Dach der Welt
Zeitgenössische Malerei aus Tibet.
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts hat es auf dem Dach der Welt so etwas wie moderne Kunst nicht – oder nur im geringen Umfang – gegeben, da die tibetische Gesellschaft relativ traditionell und isoliert lebte. In den letzten Jahrzehnten hat sich unter westlichem und chinesischem Einfluss ein neuer, sehr eigenwilliger, tibetischer Malstil herausgebildet: Alltagsmotive mischen sich mit buddhistischen Themen, Öl und Tuschemalerei, die Verwendung von herkömmlichen natürlichen Pigmenten, aber auch Collagetechniken sind verbreitet. Erstmals in Deutschland zu sehen sind die Arbeiten der Künstler aus der Gendün Chöpel Galerie in Lhasa. Gendün Chöpel war der erste moderne tibetische Maler und Poet, der durch seinen Freigeist, seine Unkonventionalität und seine vielfältigen Begabungen ein bleibendes Vorbild für die jungen tibetischen Intellektuellen geworden ist. Des Weiteren zeigen wir Bilder zweier zeitgenössischer Künstler aus Lhasa, die im Westen lebe
Künstler (artists):
ANG SANG • BANPA • BENPA CHUNGDAK • CHAM SANG • DIDRÖN • GADE • JIANG YONG • KALTSE • NORTSE • SHELKA • TENZIN JIGME • TSERANG DHÜNDUB • TSERING NAMGYAL • TSERING NYÄNDAK • TSEWANG TASHI • WANG SHIMIN • YAK TSETEN • ZHONG DE (alle Lhasa) •
GONGKAR GYATSO (London) •
PUNTSOK TSERING (Düsseldorf)
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Lebenslauf Geboren wurde er am 10.07.1976 in Duechung, Zentraltibet. |
Moderne Tibetische Kunst „Kalligraphie und Collagen“
Puntsok Tserings Arbeiten reflektieren seine Auseinandersetzung mit der eigenen Historie, aber auch mit westlichen und östlichen gesellschaftlichen Gegebenheiten.
Obwohl Puntsok Tsering im kommunistisch dominierten Tibet aufgewachsen ist, hat er das Glück gehabt, in seiner Familie eine „klassische“ tibetische Ausbildung erfahren zu können, zu der traditionell das Erlernen von verschiedenen Schreibstilen, das Komponieren von Gedichten und das Auswendiglernen von alten Texten gehört. Sehr früh jedoch hat er sich auch zur westlichen Kultur hingezogen gefühlt.
Seitdem er in Deutschland lebt, bewegt er sich beiden kulturellen Sphären. Er ist eine Art Wanderer zwischen den beiden Welten geworden. So verfolgt er mit großem Interesse die kulturellen Entwicklungen der Tibeter im Exil, wo neue Poesie, Literatur und Musik zu finden sind, insbesondere jedoch die neuen Strömungen in Tibet selber - trotz der chinesischen Okkupation. Andererseits studiert er hier in Deutschland klassische und moderne Dichtung, sowie die zeitgenössische Kultur.
All diese kulturellen Einflüsse – aber auch das persönliche Thema der eigenen Identität, des Fremdseins und Vertrautseins – spiegeln sich in seinen Kollagen wider.
Er verwendet für seine Arbeiten dabei handgeschöpftes deutsches, japanisches oder Himalaja-Papier, Fragmente aus Broschüren, Zeitungen, die er schichtet, überklebt, aneinanderreiht und mit tibetischen Gedichten, Worten oder Zeichen überschreibt.
Dabei stützt er sich zumeist nicht auf die tibetisch-buddhistische Symbolik, sondern auf „normale“ Alltagszeichen, denen er z.B.: Aussagen der buddhistischen Erkenntnistheorie gegenüberstellt.
Jedes Bild birgt eine eigene Geschichte, die dem Betrachter erklärt werden muss.
Deshalb findet sich neben jeder Arbeit eine Übersetzung der tibetischen Texte ins Deutsche oder ins Englisch.

1. ( Shelö) Gelassenheit 2006 (20cm х 41cm)

2. (Chokshä) Genugsamkeit 2006 (20cm х 41cm)

3 (Daenching Dral) Interdependenz 2006 (77cm х 56cm)

4 (Midhakpa) Unbeständigkeit 2006 (77cm х56cm )

5 (Duekyi Kyambo) Der Zeiten-Wanderer 2000 ( 77х56)

6 ( Tsenjar Lam) Der Weg ins Exil 2006 (77х56)

7 (NyagdraiDrinyang) Stimme in den Schwierigkeiten 2006(29х41)

8 (Yoga) 2006 (10cm х150cm) Wandmalerei
Der Thron des Naga
Ein leuchtender, goldener Thron entsteht
aus dem Raum der Leerheit.
Dieser ist eine durch das Karma bedingte Bühne des Nagakönigs,
Erschaffen von Künstler und Künstlerin
Beeinflusst von westlicher und östlicher Kunst
Zeigt sich diese sowohl traditionelle als auch moderne Darstellung.
Während sie diesen uralte Nagathron bauten,
beobachteten sie im Hintergrund mit Hilfe des Restbewusstsein dem Vorgang.
Während sie – indem sie mit Hilfe des Restbewusstseins den Vorgang im Hintergrund beobachten - diesen uralten Nagathron malen,
Schaffen sie eine Darstellung, die sowohl modern als auch traditionell,
westlich als auch östlich ist.
Friday, 16 June 2006“We need something for the next generation” – Calligrapher Tsering Phuntsok......http://tibet-cafe.net/eu/content/view/571/1/ June 15, 2006 The calligrapher and painter Phuntsok Tsering belongs to a new generation of Tibetan artists who attempt to bridge ancient Tibetan traditions and modern arts in order to express a contemporary Tibetan identity. The following is an interview conducted by TibetInfoNet in May 2006 with Phuntsok Tsering, who left Tibet in 1998 to live in Germany. The works of Phunstok Tsering are currently on exhibition in the new Tibet House in Frankfurt (Germany). (.............
http://www.tibetinfonet.net/updates/2006/1506.htm Ausstellung:
http://www.choedzong.de/newsletter-archiv/2006/Ch%F6mail%20vom%2018.05.2006.htm Phayul[Saturday, June 03, 2006 10:37] Germany's new Tibet House showcase modern Tibetan art http://www.phayul.com/news/article.aspx?id=12764&article=Germany's+new+Tibet+House+showcase+modern+Tibetan+art&t=1&c=1 05. June 2006 wurde ein Bericht in Tibet-culture web in China erscheint...
Kunstaspekte termine-archivPuntsok Tsering
http://www.kunstaspekte.de/index.php?tid=23163&action=termin Gesichter Tibets23.08.06-03.09.06
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Links:
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